Stockfotografie Einnahmen 2018 mein Jahresbericht

Stockfotografie Einnahmen

Da sind sie wieder. Die ersten Emails mit Anfragen von neugierigen Stockfotografen kommen schon rein. Ob ich denn auch in diesem Jahr wieder meine Stockfotografie Einnahmen veröffentliche und wann und wieviel und wie es denn gelaufen ist usw. Seit vier Jahren widme ich mich der Stockfotografie nun etwas gezielter und genau so lange verrate ich Euch, was ich damit verdiene.

Photographer in white T-Shirt holds a camera and a strobe in his hands while laughing and smiling

Eins gleich mal vorweg: die Stockfotografie ist nicht meine einzige Geldquelle. Leben könnte ich davon auch nach vier Jahren nicht. Und ja – ich bin ehrlich – ich habe mich auch im vergangenen Jahr weniger gekümmert als ich mir vorgenommen hatte. Mit dem Ergebnis, dass ich 2018 keine neue Rekordmarke aufgestellt habe. Aber es gab auch keinen Einbruch bei den Stockfotografie Einnahmen für mich. Stagnation wäre jetzt sicher etwas zu krass ausgedrückt. Deshalb beschreibe ich die Situation für das vergangene Jahr mal als gleichbleibend, was die Einnahmen angeht. Im Detail haben sich die Erträge bei den einzelnen Agenturen allerdings gravierend verändert.

Veränderungen

Die beiden Rivalen AdobeStock und Shutterstock* verfolgen unterschiedliche Strategien. Während bei Adobe unverändert ein relativ hoher Qualitätsanspruch vorherrscht, wird bei Shutterstock nahezu alles durchgewunken. Um also bei Shutterstock gleichbleibenden Erfolg zu haben, muss ich ebenfalls auf Masse machen, um meine Bilder entsprechend oft in den Suchergebnissen platzieren zu können. Macht man das nicht, so wie ich, hat das gravierende Folgen, nämlich geringere Erträge. Ich will das mal an einem Beispiel aufzeigen:

2017 habe ich bei Shutterstock* mit einem auf 1026 Bilder angewachsenem Portfolio 2240 Verkäufe gehabt und insgesamt €1.421 eingenommen. Das waren €0,63/Bild. Im Jahre 2018 hat sich mein Bildbestand bei Shutter zwar um 295 Bilder auf 1321 Bilder vergrößert, die Anzahl der Verkäufe reduzierte sich aber auf 1933 und der Ertrag sank auf €1.171. Die Spanne zwischen vergrößertem Portfolio und sinkenden Einnahmen wird sich vermutlich im nächsten Jahr noch weiter vergrößern! Es sei denn ich liefere mehr Bilder?

Adobe ist der Marktführer

Dass die Strategie bei Adobe seit der Übernahme von Fotolia aufgeht, habe ich auch an meinen Stockfotografie Einnahmen gesehen. Adobe hat in der Vergangenheit sehr viel richtig gemacht. Und trotz des Machtkampfes zum Beispiel noch die Vergütungen für Bildlieferanten erhöht.

Mein Portfolio habe ich bei AdobeStock mit 334 Bildern in etwa gleich vergrößern können. Die Einnahmen sind allerdings erheblich höher als bei der Konkurrenz.

  • 2017 hatte ich 1.672 Verkäufe mit 1.183 Bildern und damit €1.672 verdient (€0,96/Bild).
  • 2018 erreichte ich mit 1.517 Bildern nur 1.520 Verkäufe, habe aber trotzden knapp €1.992 eingenommen (€1,31/Bild)

Die Tatsache, dass ich mit hundert Verkäufen weniger €320 mehr erzielt habe, möchte ich mal – ohne Überheblichkeit – mit einer höheren Qualität meiner Bilder, besserem Keywording (ich verschlagworte nur noch in Englisch) und damit auch eine verbesserte Platzierung in den Suchergebnissen begründen.

Was ist denn mit iStock los?

Bei Getty Images und iStock habe ich 2018 fast nichts hochgeladen. Deren Unflexibilität ist mir einfach zu blöde. Sich mit Deepmeta durch jedes einzelne Bild quälen zu müssen, raubt mir einfach den letzten Nerv. Die Vergütungen von 0,02 Cent (US-Dollars) sind bei mir zwar nicht so viele, aber es nervt. Ich habe nichts zu verschenken. Und dann noch die Verzögerungen der Auswertungen von sechs Wochen. Alles alter Kram, der mit dem neuen ESP augenscheinlich revolutioniert wurde. Ein Schaf im Wolfspelz. Zeit abzutreten. Trotzdem hab ich im Durchschnitt €35 bei iStock eingenommen.

Footage

Im letzten Jahr habe ich mir eine GoPro HERO6 Actionscam nebst FeiyuTec G5 Gimbal zugelegt und angefangen, damit bei Fotoproduktionen zusätzlich etwas zu filmen. Zwar habe ich auf diesem Gebiet noch sehr viel Potenzial, aber einige Clips haben sich auch schon verkauft. Das macht dann auch wirklich Spaß, wenn man mit einem Verkauf um die zwanzig Dollar verdient. Ich bin überzeugt, dass im Film die Zukunft liegt und widme mich nun verstärkt der Be- und Verarbeitung von Videos. Mein neu erworbenes KnowHow kommt mir natürlich auch in der Unternehmensfotografie zu Gute, um meinen Kunden einen Mehrwert zu bieten. Einige Imagefilmchen hab ich schon erstellt. In absehbarer Zeit werde ich mein Filmequipment weiter ausbauen müssen.

Zusätzlich hab ich mir 2018 die kleine DJI Spark Drohne gekauft. Die kann zwar nur in HD-Qualität aufnehmen. Aber um rein zu kommen in die Footagematerie, wollte ich mich nicht gleich in große Unkosten stürzen. Mittlerweile bin ich mit dem Handling der Drohne vertraut und erwäge den Kauf einer Drohne mit 4K.

Zahlenwerk und Ranking

Insgesamt habe ich 2018 €4.181,26 verdient und dafür 4.880 Bildlizenzen vergeben. Daraus resultiert ein Verdienst pro Bildlizenz in Höhe von €0,86. Im Vorjahr hatte ich mit €4.204 fast identische Einnahmen, mußte dafür allerdings 6.162 Bildlizenzen vergeben, was €0,68 pro Bildlizenz entsprach. Um es mal salopp auszudrücken: der Markt brodelt! Für die Statistikfreunde wie immer meine Umsatztabelle:

Stockfotografie Einnahmen 2018 - www.stockfotoblog.de

Meine Stockfotografie Einnahmen im Jahre 2018

Nun zum Ranking 2018 und Vorjahresvergleich (2017):

  1. AdobeStock €1.991,80 (€1.606,61) + 385,19
  2. Shutterstock €1.171,26 (€1.425,25) – 253,99
  3. Getty/iStock €455,87** (€748,39) – 292,52
  4. EyeEm €155,58 (€21,37) + 134,21
  5. Alamy €127,75 (€12,16) + 115,59
  6. Deposit €111,58 (€79,82) + 31,76
  7. 123RF €73,32 (€79,70) – 6,38
  8. Dreamstime €65,87 (€32,22) + 33,65
  9. Colourbox €28,22 (€40,29) – 12,07
  10. POND5 €0,00 (€162,74) – 162,74

Return per Image (RPI)

Mein bisheriger Rekordwert von €3,55 pro Bild bei einer Portfoliogröße von 1.183 Dateien ist in diesem Jahr auf €2,76 gesunken, bei einer Portfoliogröße von 1.517 Dateien.

Fazit

Ich werde wohl weiterhin der Stockfotografie treu bleiben und versuchen, regelmäßig einige Bilder in meine Portfolios der einzelnen Agenturen hochzuladen. Von meinen Einnahmen mit Microstock kann ich zwar nicht leben, aber auf über 4000 Euro zusätzlich im Jahr möchte ich auch nicht verzichten.

Hier kannst Du nachlesen, wie ich in den vorherigen Jahren mit meinen Stockfotografie Einnahmen abgeschnitten habe:

  • Meine Erträge 2015
  • Meine Verdienste 2016
  • Meine Einnahmen 2017

* Die mit Sternchen gekennzeichneten Links, sind sog. Affiliate-Links, mit denen ich mir etwas dazu verdienen kann. Der Klick darauf kostet Dich nichts.

** Da mir bis zum Veröffentlichkeitsdatum dieses Beitrags die Dezemberergebnisse bei Getty/iStock noch nicht vorlagen, habe ich den monatlichen Durchschnitt von 35 Euro angesetzt.

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