Grundsätzliches

Stockfotografie Unterschiede stellt man vorallem dann fest, wenn man sich mit dieser dauerhaft auseinandersetzen und Geld und ggf. seinen Lebensunterhalt damit verdienen möchte. Man sollte sich im Vorwege darüber im Klaren werden, dass es signifikante Unterschiede zwischen der herrkömmlichen Auftragsfotografie und der Stockfotografie gibt.

Bei der Auftragsfotografie entsteht Bildmaterial in der Regel nach zuvor definierten Anforderungen. Diese erfüllt der Fotograf für den Kunden und wird entsprechend gut dafür honoriert. Der Kunde hat exklusiv lizensiertes Bildmaterial. Auf das Thema der Lizensierung von Auftragsarbeiten gehe ich später noch einmal näher ein.

Bei der Stockfotografie kauft der Kunde ein schon fertiges Bild. Er hat keinen unmittelbaren Einfluss mehr auf die Bildgestaltung. Entweder es gefällt ihm oder nicht. Das Bild hat keinen direkten Bezug zu seiner Firma und meist nur eine allgemeine Aussage. Dafür ist der Preis für dieses Bild wiederum sehr niedrig.

Die Kombination von Auftragsfotografie und Stockfotografie ist meines Erachtens eine sehr gute Wahl, wenn sich diese gegenseitig ergänzen. Nach Absprache mit seinen Auftraggebern kann man zum Beispiel auch sein eigenes Bildmaterial zusätzlich oder nacheinander anfertigen. Natürlich sollte man seinem Kunden dann fairerweise noch preislich etwas entgegen kommen. Und was ganz wichtig ist: man muss sich für diesen Bonus die schriftlichen Freigaben von seinen Geschäftspartnern geben lassen. Auch darauf gehe ich an anderer Stelle noch einmal tiefgreifender ein.

Stockfotografie Unterschiede: Hobbyfotograf

Wer in seiner Freizeit gern für sich selbst oder für Familie und Freunde den Auslöser drückt und Spass an der Fotografie hat, würde sich bestimmt nicht darüber ärgern, wenn er sich mit seinem Hobby noch etwas Geld dazu verdienen kann.

Der Hobbyfotograf muss die Stockfotografie Unterschiede kennen, bevor er den Auslöser drückt

Sorgenfreier Hobbyfotograf mit Zeigefinger auf dem Auslöser seiner DSLR.

So kann man sich als über den Bildverkauf durch Stockagenturen mittelfristig ein gutes monatliches Zusatzeinkommen aufbauen. Langfristig denke ich, wäre es auch möglich, vollständig von der Stockfotografie zu leben. Die dazu erforderlichen Anforderungen werde ich ebenfalls in einem der folgenden Kapitel ausführlich behandeln. Denn es geht vor allem natürlich nicht um die Quantität der Bilder im Portfolio, sondern um die Qualität im Sinne der Nachfrage von Bildkäufern.

Allerdings macht es einen gravierenden Unterschied, ob man gerade das fotografiert, wozu man Lust hat. Oder ob man gezielt an seine Arbeit heran geht. Ein Hobbyfotograf, der seinen Lebensunterhalt mit einem Hauptberuf bestreitet, macht sich in der Regel keine bis kaum Gedanken darüber, was er fotografiert und wieviele von den entstehenden Bildern den Qualitätsanforderungen von Stockagenturen entsprechen. Das Einkommen eines hauptberuflichen Fotoproduzenten hängt hingegen genau von diesen Anforderungen ab. Die Herangehensweise ist hier also gänzlich unterschiedlich.

Stockfotografie Unterschiede: Hauptberuflich

Wer von der Fotografie leben will, steht – wie in allen anderen Branchen auch – primär vor der Herausforderung, wie er seine Einkünfte und Ausgaben in Einklang bringt. Alles, was man als Selbstständiger unternimmt oder unterläßt, wirkt sich unmittelbar auf den wirtschaftlichen Ertrag aus. Entsprechend profitorientiert ist (sollte) dann auch die Heran- gehensweise an die Arbeit (sein).

Während man als Auftragsfotograf direkt nach den Anforderungen seiner Kunden fotografiert, muss man als Stockfotograf selbst die Vorgaben ausarbeiten. Hat man sein Set im Kasten und die Bilder ausgearbeitet, bekommt man nach einem erfüllten Auftrag in der Regel das vereinbarte Honorar. In der Stockfotografie ist es so, dass die entstandenen Bilder erst ihren Profit einbringen müssen, indem man sie bei diversen Stockagenturen zum Verkauf anbietet. Um da vom Ertrag her an ein vergleichbares Honorar heran zu kommen, bedarf es schon einer gewissen Zeit.

Bei mir ist es nach zwei Jahren gezielter Produktion von Stockbildern noch nicht so weit, dass ich von der Stockfotografie leben könnte. Ich denke, dazu bedarf es bei mir noch (zugegeben) mehr Disziplin und Ausdauer. Nach etwa 4 Jahren und vorsichtig geschätzten drei- bis viertausend Bildern im Portfolio, denke ich, werde ich einem monatlichem Einkommen nahe sein, das mir auch mal aushilft, wenn es gerade nicht so gut läuft.

Der nächste Abschnitt dieser Serie soll das Thema Stockfotografie Technik behandeln.

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