Stockfotografie 2021

Blick über die Schulter eines Fotografen auf einen Fotoapparat

Wohin wird die Reise der Stockfotografie 2021 gehen? Ganz besonders in Sachen Microstock zeichnet sich ja schon seit geraumer Zeit eine ernstzunehmende Krise ab. Hauptsächlich verursacht durch die großen Bildverschenkungsplattformen, wie ich sie immer nenne. Hinzu kommen noch die massiven Änderungen der Vergütungspolitik bei Shutterstock und vielen Nachzüglern, sowie einige weitere Gratiskollektionen.

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Shutterstock Rezension

€1.891,23 hat mir Shutterstock im Jahre 2019 an Umsätzen beschert

Unabhängig davon, dass Shutterstock mich im letzten Jahr wirklich in mehrfacher Hinsicht überraschte, möchte ich mich in diesem Beitrag mal daran wagen, eine Rezension dieser Microstockagentur zusammen zu stellen.

Seit 2003 gibt es Shutterstock schon und wie es scheint, haben die Herrschaften im Management bis jetzt vieles richtig gemacht. Auch wenn es in der Vergangenheit mehrfach und genügend Gründe gegeben hat, auf dieses börsennotierte Unternehmen böse zu sein. Eines steht fest: Shutterstock gehört zu den größten drei Microstockagenturen der Welt. Wer hier seine Bilder verkauft, erreicht eine weltweite Klientél.

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Im April 2015 hatte ich die Aufnahmeprüfung bei Shutterstock bestanden. Fortan lud ich meine Bilder dort ebenfalls hoch. Damals gab es bei Fotolia noch die Möglichkeit, Bilder teilexklusiv anzubieten. Deshalb hatte ich bei Shutterstock immer einige hundert Bilder weniger im Portfolio. Wider Erwarten ging es dann auch schon am ersten Tag mit den Einnahmen los…

Monatliche Erträge Microstock 2015

Shutterstock machte mir von Anfang an Spass

Was kann man bei Shutterstock verdienen?

Vor dem Juni 2020 konnte man bei Shutterstock noch nach der alten Staffelung verdienen, bei der die Höhe der Vergütung in vier Stufen eingeteilt war, die sich an den insgesamt erzielten Umsätzen orientieren. Diese Vergütungsumsätze waren in die Etappen 0-500$, 500-3.000$, 3.000-10.000$, sowie über 10.000$ gestaffelt. In der nachfolgenden Tabelle sind die einzelnen Höhen der Vergütungen aufgeschlüsselt:

Die alte Vergütungsstruktur bei Shutterstock

Diese Zeiten sind seit Juni 2020 vorbei. Ich hatte hierzu schon einen kurzen Beitrag geschrieben. Das neue Vergütungssystem bei Shutterstock wird nun jeweils zum Anfang des Jahres auf Null gestellt. Und alle Lieferanten fangen von Neuem mit der Umsatzrally an. Besonders für Anfänger dürfte dies eher demotivierend sein.

Die neue Vergütungsstruktur bei Shutterstock sieht folgendermaßen aus:

Bildverkäufe:

  1. Stufe = bis zu 100 Verkäufe = 15% Anteil je Lizenzverkauf
  2. Stufe = 101 – 250 Verkäufe = 20 %
  3. Stufe = 251 – 500 Verkäufe =  25%
  4. Stufe = 501 – 2500 Verkäufe = 30%
  5. Stufe = 2501 – 25000 Verkäufe = 35%
  6. Stufe = über 25000 Verkäufe =  40%

Footage:

  1. Stufe = bis zu 10 Verkäufe = 15% Anteil je Lizenzverkauf
  2. Stufe = 11 – 50 Verkäufe = 20 %
  3. Stufe = 51 – 250 Verkäufe =  25%
  4. Stufe = 251 – 5000 Verkäufe = 30%
  5. Stufe = 5001 – 25000 Verkäufe = 35%
  6. Stufe = über 25000 Verkäufe =  40%

Für mich bedeutet das wohl, dass ich meine bisherigen Einkünfte nicht annähernd mehr erreichen werde. Wie sich meine Umsätze nach dem „Reset“ nun im Jahre 2021 entwickeln, bleibt abzuwarten. Besonders optimistisch bin ich nicht. Mir fehlt ehrlich gesagt auch die Motivation, meine guten Bilder zu verschenken.

Unkomplizierter Upload

Der Upload läuft bei Shutterstock ohne großartige Hürden. Alle Anforderungen werden natürlich ausführlich in der Hilfe dokumentiert. Aber im Grunde genommen läuft alles intuitiv.

Bilder können direkt über die Website hochgeladen und eingestellt werden. Footage muss per FTP-Client hochgeladen werden. Dies erfolgt einfach mittels Benutzernamen und Passwort.

Beim Einstellen der Bilder schlägt Shutterstock zusätzliche Schlagworte vor. Zusätzlich kann man von einem kostenlosen Keyword-Tool Gebrauch machen. Hier reicht es, sich aus dem vorhandenen Bestand mindestens drei Bilder auszuwählen, und im Handumdrehen werden einem eine Auswahl der relevantesten Schlagworte, sowie weitere Optionen, die auch gut ins Thema passen können, vorgeschlagen. Ich nutze dieses Tool nicht allzu oft, aber wenn ich mal nicht weiter wusste, hat es mir immer gut geholfen.

Anschließend kann man seinem Bild zwei Kategorien zuordnen. Eine ist Pflicht, die zweite optional. Zusätzlich ist es möglich, eine Ortsangabe zu machen (Betaphase).

Das Backend zum Bildupload bei Shutterstock

Sofern es sich bei den einzureichenden Dateien nicht um Bilder oder Videos zur redaktionellen Nutzung handelt, sind für erkennbare Personen und Eigentum entsprechende Freigaben anzufügen. Handelt es sich um Inhalte für Erwachsene (Nacktheit oder freizügige Schlagworte) muss das abgebildete Model mindestens 18 Jahre alt und mit Portrait und Personalausweis auf der Modelfreigabe abgebildet sein.

Die Dauer für die Bildprüfung ist mit bis zu fünf Tagen angegeben. Bei mir dauert Annahme normaler Stockfotos in der Regel nicht länger als 24 Stunden, und meine Quote der Dateien, die durchkommen, liegt derzeit bei etwa 95%. Shutterstock setzt hier inwischen auf vollautomatische künstliche Intelligenz. Leider gibt es hierzu Abzüge in der B-Note, weil es auch viele Falschinterpretationen gibt und beispielsweise zusammen hängende Bildserien nicht als solche erkannt werden.
Footage wird bei mir binnen 3-5 Tagen geprüft. Zu Vektoren habe ich leider keine Informationen bzw. eigene Erfahrungswerte.

Der Katalogmanager

Das Herzstück der Administration für Bildlieferanten bei Shutterstock ist meines Erachtens der Katalogmanager. Hier laufen Organisation, Bearbeitung und Auswertung in übersichtlicher Form zusammen.

  1. Sets anlegen für die Übersicht
    Man kann seine Bilder bei Shutterstock in Sets organisieren. Wird ein Bild aus dieser Sammlung dem Bildkäufer angezeigt, erscheinen weitere Bilder daraus unterhalb der Anzeigeseite im Frontend. So können Kunden auch gleich sehen, was Du noch im Angebot hast.
  2. Bilddaten nachbearbeiten
    Im Katalogmanager hat man zudem die Möglichkeit, die Daten seiner Bilder nachzubearbeiten. Die Beschreibung kann genauso geändert werden, wie die Schlagworte und die Kategorien. Nach einer Änderung werden die Bilder allerdings wieder neu eingegliedert und eventuelle gute Rankings verliert man dann wieder.
  3. Statistiken
    Ebenfalls sehr hilfreich sind die Insights (Einsichten) bei Shutterstock. Hier sind es besonders die Top-Performer, die Dir Aufschluss darüber geben, welche Deiner besonders erfolgreich sind und mit welchen Schlagworten bevorzugt nach ihnen gesucht wurde. So weißt Du schnell, was gefragt ist, und wo Du nachliefern solltest.

Fazit

Shutterstock war viele Jahre für mich, nach Fotolia, der große Sympathieträger in Sachen Microstock. Besonders, nachdem Adobe Fotolia übernahm, habe ich Shutterstock eine zeitlang sehr liebgewonnen, wenn man das so sagen kann. Doch Adobe hat viele Punkte wieder wettgemacht. Und spätestens seit der radikalen Kürzung der Vergütungen, hat der einstige Microstock-Pionier viel an Sympathie verloren bei mir. Besonders wenn man sich anschaut, wie sich das Management gegenüber den Aktionären präsentiert, wird einem als Bildlieferant klar, dass man komplett ausgenutzt wird. Aber das ist meines Erachtens auch ein allgemeines Problem, das dem gesamten Microstockmarkt anhaftet. Bei gesünderen Vergütungsstrukturen mag das Prinzip der Kostendeckung und Ertragssteigerung durch Mehrfachverkäufe wohl noch aufgehen. Bei Shutterstock wohl nur für einige wenige große und sehr hochwertig produzierende Anbieter.

Geld verdienen mit Shutterstock & Co

Mein neues Video bei Youtube zum Thema Geld verdienen mit Shutterstock & Co. habe ich heute veröffentlicht. Es geht im Wesentlichen um die Grundlagen, wie man mit der Fotografie von Menschen bei Stockagenturen Geld verdienen kann. Ich bespreche nicht nur die technischen Anforderungen, die Bildaussage und die Verschlagwortung, sondern gebe auch einige Tipps zum Workflow bei der Bildproduktion mit Menschen bzw. mit Modellen. Schau doch mal vorbei. Hier geht es zum Video.

Zusätzlich habe ich noch ein kleines Video erstellt, wie man bei Shutterstock Bilder einstellt und das Keyword-Tool vorteilhaft für sich nutzen kann.

Meine Microstock Umsätze 2019 – Fünf Jahre Stockfotografie

Wie sich meine Microstock Umsätze entwickeln würden, konnte ich im Jahre 2015, als ich mit Microstock anfing, überhaupt nicht abschätzen. Fälschlicher Weise hatte ich mir erträumt, ich würde mal so richtig Geld verdienen. Zum Beispiel so, wie es Robert Kneschke in seinem Standardwerk Stockfotografie – Geld verdienen mit den eigenen Fotos* beschrieb: einfach mit weißem Hintergrund und ein paar Möbeln von IKEA… Dass diese Zeiten da schon längst vorbei waren, merkte ich sehr schnell…

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Shutterstock überholt Adobe Stock

(M)ein Loblied an Shutterstock

Trotz dessen, dass ich 2019 kaum neues Bildmaterial hochgeladen habe, haben sich die Umsätze bei meinen großen Umsatzbringern Shutterstock* und Adobe Stock im ersten Halbjahr nicht gravierend geändert. Im Gegenteil, sie entwickelten sich wie im Vorjahr prächtig weiter. Erst in der zweiten Jahreshälfte veränderten sich die Umsätze bei beiden Agenturen mit dem Ergebnis, dass Shutterstock Adobe Stock gegen Ende des Jahres erstmal überholt hat und nun die Spitze meiner Agenturen anführt.

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Stockfotografie Einnahmen 2018 mein Jahresbericht

Stockfotografie Einnahmen

Da sind sie wieder. Die ersten Emails mit Anfragen von neugierigen Stockfotografen kommen schon rein. Ob ich denn auch in diesem Jahr wieder meine Stockfotografie Einnahmen veröffentliche und wann und wieviel und wie es denn gelaufen ist usw. Seit vier Jahren widme ich mich der Stockfotografie nun etwas gezielter und genau so lange verrate ich Euch, was ich damit verdiene.

Photographer in white T-Shirt holds a camera and a strobe in his hands while laughing and smiling

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Geld verdienen mit Stockfotografie – Meine Umsätze im dritten Jahr

Völlig überwältigter Stockfotograf bei der Ermittlung seiner Umsätze im Jahre 2017

Bereits zum dritten Mal veröffentliche ich meine Microstock-Umsätze, die ich mit dem Verkauf meiner Fotos bei verschiedenen Stockagenturen erwirtschaftet habe. Insgesamt habe ich auch im Jahre 2017 meine Einnahmen weiter erhöhen können. Weiterlesen

Stockfotografie Umsätze Februar 2017 – Das erste Mal an jedem Tag im Monat Verkäufe

Kurzmitteilung

Monatsauswertung Februar Shutterstock FotoliaFür die Vollprofis, die von der Stockfotografie leben mag dieser Meilenstein nichts besonderes sein. Aber für jemanden wie mich, der erst vor gut zwei Jahren damit begonnen hat, sich mit der Stockfotografie ernsthafter auseinander zu setzen, ist es ein Erfolgserlebnis: zum ersten Mal habe ich mit der Stockfotografie Umsätze an jedem Tag im Monat gemacht und in meiner monatlichen Statistik keine Null stehen. Sowohl bei Fotolia als auch bei Shutterstock wurden in diesem Monat an jedem Tag einige Bilder von mir gekauft.

Bei Shutterstock waren es insgesamt 170 Datein, bei Fotolia 135 (28.02.2017, 12:00 Uhr).

 

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Meine Microstock Umsätze im zweiten Jahr als Fotoproduzent

Meine Microstock Umsätze aus dem Jahre 2015 findest Du hier

Auch im zweiten Jahr als Fotoproduzent und Bildlieferant für Microstock Agenturen habe ich wieder viele Erfahrungen gesammelt und mein Fachwissen weiter ausgebaut. Insgesamt habe ich fünfundzwanzig größere Produktionen on location und kleinere Studio-Sessions gehabt, aus denen ich stockgeeignetes Bildmaterial anfertigen konnte. Dazu gehörten aufwändigere Aktionen mit Fotomodellen, wie die in einer Kneipe und in einem Restaurant. Aber auch kleinere Shootings mit Frau und Kind im heimischen Garten. Als Pausenfüller habe ich gelegentlich auch einfache Flatlays mit allerlei Gegenständen, die in meinem Studio rumflogen, fotografiert. Und natürlich sind auch in diesem zweiten Jahr einige Fotostrecken mit Selbstportraits entstanden, um Microstock Umsätze zu generieren.

2016_gesamtumsaetze_monat

Monatliche Gesamtumsätze im Jahr 2016. Der Peak im März ist durch einen Verkauf mit erweiterer Lizenz bei Shutterstock entstanden.

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Welche meiner Fotos verkaufen sich am besten?

Manche Fotos verkaufen sich vom ersten Tag an. Andere weniger schnell und manche gar nicht. Jedem Fotografen in der Stockfotografie dürfte dieses Phänomen bekannt sein. In diesem Beitrag möchte ich der Sache einmal näher auf den Grund gehen und herausfinden, welche Faktoren über Erfolg und Misserfolg eines Fotos entscheiden. Ich beziehe mich hier auf meine Bestseller (Stand 25.12.2016).

Meine Bestseller bei Fotolia

Meine Bestseller bei Fotolia

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